Sonder-Newsletter karmaworks - Wichtige Informationen

Hallo liebe Karma-Yogis!

 

Vielleicht wundert ihr euch jetzt, über diesen Sonder-Newsletter an euch so ganz „außer der Reihe“ wie man so schön sagt…. Verständlich!

 

Aber dieser Newsletter hat einen ganz besonderen und wichtigen Grund und ich wollte es nicht künstlich hinauszögern, euch diesen mitzuteilen.

 

Zunächst einmal ist es mir sehr wichtig, euch alle wissen zu lassen, dass es mir alles andere als leichtfällt, diese Zeilen an euch zu verfassen. Zum einen, weil ich zum Teil Angst habe vor den Reaktionen, zum Teil weil ich absolut ungern Menschen enttäusche und auch weil es mir trotz allem im Herzen wahnsinnig weh tut.

 

Aber ich habe mir in den letzten Wochen sehr viele Gedanken gemacht, hab Lösungsansätze hin und her gewälzt, Alternativen abgewogen, schlaflose Nächte verbracht, viele Tränen vergossen und mich leider immer wieder im Kreis gedreht. Und dann habe ich plötzlich feststellen müssen, dass diese Lösung, die ich nun für mich gefunden, und die Entscheidung, die ich getroffen habe, leider die einzig vernünftige und richtige für mich ist.

 

Wie viele von euch wissen, habe ich die letzten 2 Jahre non-stop gearbeitet. 7 Tage die Woche meist mehr als 12 Stunden pro Tag. Ich wollte alles immer besonders gut und vor allem jedem Recht machen. Ich habe das Studio hier in Bad Homburg übernommen als Wave geschlossen hat (obwohl ich ursprünglich nie ein Studio führen wollte), um einen Ort zu erschaffen/erhalten, wo sich die Yogi-Gemeinschaft wohlfühlen kann, zusammenkommen kann und die ganze Bandbreite von Yoga erfahren darf.

 

Ich habe über Angebote gegrübelt, Workshops entwickelt, Werbung gemacht um immer genau das bieten zu können, was gewollt und nachgefragt wird. Ich habe mich mit all meiner Energie reingekniet, obwohl ich noch ein Studio mit laufenden Kursen in Ockstadt parallel zu führen hatte und noch den ein oder anderen Fitness-Studio Kurs unterrichte. Ich habe wirklich meine komplette Lebens-Zeit geopfert, um alles zu managen und regeln und die bestmögliche Qualität an Kursen, Specials, Workshops und Einzeltrainings zu gewährleisten - und weil mein Herz nun einmal für all das schlägt.

 

Was ich allerdings dabei vergessen habe, war mich selbst!

 

Das hat leider besonders in den letzten Wochen seine Spuren hinterlassen.

Irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man realisiert, dass man kein Leben, sprich keine Freizeit mehr hat. Dass man weder seinen Partner, seine Familie noch seine Freunde mehr sieht und nur noch lebt um zu arbeiten. Versteht mich bitte nicht falsch, ich liebe noch immer was ich tue von ganzem Herzen und möchte nichts anderes lieber tun als Yoga zu unterrichten, aber auch ich benötige Pausen. Das hat mir mein Körper nun innerhalb der letzten Wochen mehrfach gezeigt. Und meine größte Angst war und ist, irgendwann ernsthaft krank zu werden und keine Freude mehr daran zu verspüren, weil es einfach Überhand nimmt, und das möchte ich auf gar keinen Fall riskieren!

 

Hinzu kamen – als zwar weniger gravierenderer Punkt als der erste, aber dennoch nicht zu vernachlässigen – die stark rückläufigen Besucherzahlen in einigen Kursen, der dadurch größer werdende finanzielle Druck durch Miete etc. und die Angst, es nicht durchhalten zu können bis es „irgendwann besser“ würde.

 

Ich begann mich zu fragen, wann würde es denn besser werden und was bedeutet „besser“ eigentlich für mich? Mehr Umsatz? Nein. Sondern besser in meinen Augen wäre wieder mehr Zeit für mich zu haben, mal selbst wieder meiner Leidenschaft nachzugehen – sprich Yoga praktizieren zu können, was sich mit 2 Studios und den anderen Terminen doch schwieriger gestaltete als zunächst – zugegebenermaßen etwas optimistischer von mir eingeschätzt – betrachtet.

 

Und zu guter Letzt kommt on top noch die Tatsache, dass ich meinen ursprünglichen Plan nun in die Tat umsetzen werde und in Ockstadt noch einmal Geld investiere um einen Anbau mit einem größeren Studioraum zu realisieren, in dem ich zukünftig – ohne große Fahrtwege und damit verbundener Zeit – meine Gruppen unterrichten werde, was für mich eine riesengroße Erleichterung und Entlastung bedeutet, dann endlich ALLES „unter einem Dach“ zu haben.

 

Lange Rede, kurzer Sinn: der Standort Bad Homburg hat sich für mich leider im Gesamtpaket als nicht wirtschaftlich erwiesen, was das Verhältnis Zeit & Gesundheit zu Erlös angeht. Und all diese Punkte und Gründe haben nun final dazu geführt mich schweren Herzens zu entschließen, karmaworks yoga & more noch in diesem Jahr zu schließen.

 

Ich weiß, dass einige von euch nun aufschreien werden, und eventuell auch kein Verständnis für meine Entscheidung haben werden. Und das verstehe ich absolut! Es ist schwer, meine Situation nachzuvollziehen, wenn man selbst nicht drinsteckt. Aber ich muss in diesem Moment ausnahmsweise, auch wenn es nicht meiner Natur entspricht, auch mal an mich, mein Leben und meine Partnerschaft denken und bin mir deshalb mit diesem einschneidenden Entschluss sehr sicher. Was mich wiederherstellen und in gewisser Weise „heilen“ kann und mir die Freude und Leidenschaft an meiner Berufung erhält ist schlichtweg mehr Zeit. Deshalb steht die Schließung nun fest.

 

Was bedeutet das nun für euch als Kurs-Teilnehmer?

 

Unsere Kurse laufen noch wie gewohnt bis 27.09.2019 weiter und auch die geplanten Workshops finden statt. Nur der Mittwoch-Abend um 18:00 Uhr mit Anja entfällt bereits ab sofort. Am 28.09.2019 wird dann ein Closing-Special in irgendeiner Art und Weise stattfinden, zu dem ihr alle herzlich eingeladen seid. Denn ich möchte nicht einfach nur die Türen schließen, sondern das Studio gebührend mit euch gemeinsam verabschieden und es so in allerbester Erinnerung behalten. (Finale Infos hierzu folgen zeitnah)

 

Dasselbe wünsche ich mir übrigens auch für euch: Dass ihr die letzten Wochen mit mir und meinem Team noch genießen, die Yoga-Stunden mit allem Positiven in euch aufsaugen und einfach eine schöne restliche Zeit haben werdet und sowohl das Studio als auch alles damit verbundene als Abschnitt auf eurem Yoga-Weg im Herzen behaltet. Das wünsche ich mir – für mich und auch für euch!

 

Ich werde mein Bestes geben und bin auch schon dabei, eventuell doch noch jemanden zu finden, der das Studio weiterführen möchte, um euch einen Platz für Yoga in Bad Homburg zu erhalten und werde euch selbstverständlich schnellstmöglich informieren, sollte ich jemanden finden. Und auch ich werde ja weiterhin Yoga unterrichten, nur eben nicht mehr in diesem Ausmaß und jeder von euch ist zukünftig mehr als Willkommen in meinen Kursen oder mal zu einem Special in Ockstadt.

 

Fakt ist: Ich werde karmaworks und alles drum herum und vor allem die vielen wunderbaren Menschen, die ich dadurch kennenlernen und denen ich Yoga näher bringen durfte wahnsinnig vermissen und wünsche euch allen von Herzen nur das Beste für eure Zukunft und viel Freude auf euren weiteren Yoga-Weg, wo auch immer dieser entlang führen wird.

 

Alles Liebe

Eure Julia